Antennenspannaktion
27.02.1999
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Um nach der Einrichtung unserer Funkstation im Turmzimmer endlich "richtig" QRV
werden zu können, diskutierten wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten, eine KW-Antenne in der
Nähe unseres neuen Shacks zu installieren. In der Vergangenheit hatten wir einfach einen Langdraht
aus dem Fenster gehängt und diesen mit Hilfe einer Matchbox angepasst. Wer schon einmal eine solche
Antenne in Gebrauch hatte, weiß, dass es nicht gerade das Nonplusultra im DX-Geschäft ist. Unsere
Favoriten bei diesen Diskussionen waren eine Magnet-Loop innerhalb des Shacks bzw. ein Drahtantenne
zwischen Kuppel und Turm unserer Kirche. Die Wahl fiel dann schließlich auf die Drahtantenne, da
wir diese relativ hoch und frei aufhängen könnten. Nachteil dieser Entscheidung war und ist, dass
wir mit dieser Antenne praktisch die Nord-Süd-Richtung ausspar(t)en und somit z.B. in Afrika kein
allzu starkes Signal stellen konnten/können, was sich leider auch an unserer Länderstatistik
erkennen lässt. Aber irgendwas ist ja immer...
Also begaben wir uns eines sonnigen Februartages (am 27.02.1999) mit zwei Dachdeckerleitern, einer
Drahtantenne, jeder Menge Koaxkabel und PL-Steckern bewaffnet in unser Shack. Nach kurzen
Vorbereitungsarbeiten (löten von Steckern etc.) gingen wir ans Werk. Durch eine kleine Dachluke
gelangten wir auf das Dach der Kirchenkuppel. Nun hängten wir die Leitern in die Dachhaken und Tom
DL7AWO bestieg durch ein Klettergeschirr gesichert das Dach. Mit den Leitern ging es dann in Richtung
Kuppelspitze. Leider mussten wir auf halbem Weg eine ungewollte Pause einlegen, da die Abstände der
Dachhaken im oberen Bereich zu groß für unsere Leitern wurden. Zu unserem großen Glück fanden
zeitgleich Bauarbeiten in und an unserer Kirche statt, so dass wir ein Gerüstteil nutzen konnten,
um auch größere Abstände zu überbrücken. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, erreichte
der "Stoßtrupp Kirchenkuppel" relativ schnell die Spitze und befestigte das eine Ende der Antenne
an einem Dachhaken kurz unterhalb des auf der Spitze angebrachten Kreuzes.
Die restlichen Arbeiten konnten wir nun bequem vom Shack aus durchführen, ohne unser Leben in
luftiger Höhe riskieren zu müssen. Es musste noch ein Loch in den Fensterrahmen gebohrt werden,
um das Speisekabel ins Shack führen zu können und ein Blitzschutz installiert werden. Dies war
schnell getan und so konnten wir am frühen Abend unser Werk betrachten. |