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Schon Wochen vor dem diesjährigen JOTA begannen wir, uns intensiv auf das kommende
Ereignis vorzubereiten. Wir lernten die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen des
Amateurfunks, um nachher auch etwas beim Funkverkehr zu verstehen. Außerdem entwarfen
wir eine spezielle QSL-Karte (siehe QSL-Rubrik), bedruckten T-Shirts mit dem QSL-Motiv,
bereiteten Deutschland- und Europakarten zur Markierung der erreichten Stationen vor
und machten Fotos von der Roverrunde, um sie später mittels SSTV über Funk versenden
zu können.
Am Freitag-Nachmittag trafen wir uns dann in unserem Turmzimmer in St.Marien-Spandau
und begannen sofort mit dem weiteren Aufbau der Funkstation; es mussten unter anderem
noch die Antennen aufgebaut werden. Während die UKW-Antenne für Packet Radio relativ
schnell stand, war es ein weitaus größeres Abenteuer, die Kurzwellen-Antenne im Dunkeln
vom Kirchturm abzuspannen. Nach einer langen Zitterpartie (reißt die Schnur, oder nicht ?)
war es dann doch endlich geschafft und wir konnten uns beim Abendbrot für die folgenden
Aktionen stärken. Als danach auch die letzten Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte
es pünktlich um 0.01 Uhr am Samstag losgehen !
Wir holten uns über Packet Radio die Anleitung zum
JOTA-Spiel und begannen sofort, es zu lösen. Mit rauchenden Köpfen saßen wir über
den Aufgaben, bis wir endlich die Lösung gefunden hatten
und sie an die entsprechende Mailbox schicken konnten. (Die Auflösung
des Rätsels durch den Veranstalter DC4NA bei DK0BS finden Sie hier.)
Danach fielen wir todmüde in unsere Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen nahmen wir nach dem Frühstück den Funkbetrieb wieder auf, einige
erledigten noch ein paar kleinere Einkäufe. Auch nach dem Mittagessen ging es munter
weiter. Wir scannten Fotos für die SSTV-Funkverbindungen, die wir aber leider doch
nicht versenden konnten, da wir keinen SSTV-Partner fanden.
Die erste große Attraktion war das Sked (Funkverabredung) aller deutschen
JOTA-Stationen.
Jede Station wurde einzeln aufgerufen und stellte sich daraufhin kurz vor. Es zog sich
ganz schön in die Länge, bis wir endlich (ziemlich am Ende) aufgerufen wurden.
Am Abend saßen wir dann am Lagerfeuer zusammen und legten unser Versprechen ab. Hierbei
durfte natürlich der Tschai (das Pfadfindergetränk) nicht fehlen.
Bis in die späte Nacht lief der Funkbetrieb über Packet Radio und Kurzwelle weiter. Wir
hatten mit vielen deutschen Stationen Kontakt und sprachen auch mit Pfadfinderstationen
aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Holland
und in der ehemaligen UdSSR. Nebenbei bohrten wir für jede erreichte Station ein Loch in
die Deutschland bzw. Europakarte, um dort in den nächsten Truppstunden Leuchtdioden
anzuschließen, die dann mit Hilfe eines Computers einzeln angesteuert werden können.
Nach einer natürlich sehr kurzen Nacht krochen wir am Sonntag Morgen wieder aus den
Schlafsäcken, um nach dem Frühstück gemeinsam den Gottesdienst zu besuchen.
Es folgten noch einige Funkverbindungen, bevor wir mit dem Abbau der Anlage begannen.
Gegen 16.00 Uhr beendeten wir schließlich ein wieder mal ereignisreiches Wochenende.
In den folgenden Truppstunden stellten wir, wie geplant, die QSL-Karten her, um sie an
die erreichten Stationen zu verschicken und vervollständigten die Deutschland- und
Europa-Karten, auf denen jetzt per Knopfdruck die "Stationen" aufleuchten.
Leider dauerte die Bearbeitung unseres Antrages auf das Klubrufzeichen eine Woche zu
lange, aber im nächsten Jahr sind wir dann unter unserem eigenen Rufzeichen DL0AVH QRV.
Auf ein Neues im nächsten Jahr beim 38.JOTA.
Gut Pfad
Die Roverrunde des Stammes Anselm von Havelberg |